Ein Harfenkurs im Rahmen des Seminars
"Irish Folk auf Burg Fürsteneck"
28. September 2012 18.30 Uhr bis 03. Oktober 2012 13.00 Uhr

"Die Harfe in der irischen Musik" ist das Thema des Kurses. Da der Kurs länger als ein Wochenende ist, haben wir ausreichend Zeit, um der ganzen Bandbreite irischer Harfenmusik näher zu kommen.
Wichtigstes Thema ist natürlich die originale instrumentale Harfenmusik des alten Irlands. Keine Musiktradition weltweit birgt einen so hochentwickelten harfenmusikalischen Schatz wie die grüne Insel. Über Jahrhunderte reichten die irischen (sehr oft blinden) Barden ihre Musik an ihre Schüler weiter.
Dass wir heute diese Musik spielen können, verdanken wir den Musiksammlern des 19. Jahrhunderts, die die verwelkenden Blüten ihrer einst grossen Kultur konservierten und uns zugänglich machten.

Abends gibt es Konzerte und Tanz. Einen Abend konzertieren die Dozenten und Dozentinnen und es spielen MusikerInnen zusammen, die sich sonst auf den üblichen Bühnen selten treffen. Dank der entspannten Atmosphäre der Burg haben diese Konzerte einen privaten Charakter, der der leichtfüssigen irischen Musik angemessen ist. Die anderen Abende werden von den verschiedenen Kursen mit Musik und Tanz gestaltet.
Nach den Konzerten geht es am Kamin weiter mit freiem Musizieren. Wer will, kann bis spät in der Nacht spielen, singen, plaudern oder einfach nur lauschen. Und danach lässt es sich in den komfortablen Zimmern der Burg gut ruhen, bis am bunten Frühstücksbuffet zu humaner Zeit der nächste Kurstag beginnt.

Im Licht der Herbstsonne sitzen in der Pause ein paar Fleißige übend draussen und der Lehrer lauscht versonnen - ich kenne nur wenige Kurse, die so entspannt sind wie der Harfenkurs im Rahmen des "Irish Folk auf Burg Fürsteneck". Ob es an den alten Mauern aus dem 14. Jahrhundert liegt, am guten Essen oder an den abendlichen Sessions am brennenden Kamin?
Mit mir zusammen unterrichtet Isabelle Himmelrich. Mit zwei Lehrern können wir nun den unterschiedlichen Spielniveaus besser gerecht werden und auf individuelle Fragen eingehender reagieren, ohne dass der gesamte Kurs warten muss.

Dann gibt es natürlich noch die fetzige irische Tanzmusik - die in der alten Spielweise für die Harfe nun endlich leichter spielbar wird. Die "alte Spielweise" verteilt die Melodie auf beide Hände (ähnlich dem Trommelspiel) und die Begleitung entsteht von selbst durch Oktavierungen, ohne dass beide Hände gleichzeitig spielen müssen. Das bringt für Viele ein echtes Aufatmen, die mit dem gleichzeitigen Spiel der Hände zu kämpfen haben. Diese Spielweise ist ein grundlegender Bestandteil des Kurses.
Auf dem nebenstehenden Bild ist der Harfenkurs zusammen mit dem Fidddlekurs auf der Bühne. Das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten ist ein grosses Plus des Fürstenecker Kurses. Hier wird die gelernte Musik lebendig.

Neben dem Harfenkurs gibt es zahlreiche parallele Workshops. Geige, Tinwhistle, irische Trommel (Bodhran) und Ensemble sind Angebote, die es möglich machen, auch mit einem nicht-harfe-spielenden Partner zusammen fünf wunderbare, mit irischer Musik randvoll gefüllte Tage zu erleben. Ich empfehle eine frühzeitige Anmeldung, da das "Irish Folk auf Burg Fürsteneck" schnell ausgebucht ist.
Infos und Anmeldung: